Karate-Do Der Weg ist das Ziel Literatur
ERLANGEN: Das Problem ist bekannt - Bewegungsmangel
ist die Geisel unserer modernen Gesellschaft! Gleichzeitig und
scheinbar im Widerspruch dazu, leiden wir an Unrast und
Ziellosigkeit. Revolutionär und zugleich traditionell: Der Weg ist
das Ziel!
Karate-Do
Wir üben das traditionelle japanische
SHOTOKAN-Karate, das sich durch tiefe Stellungen und geradlinige
Techniken auszeichnet. Auch schauen wir über unseren Tellerrand
hinaus und lassen Elemente aus anderen Stilrichtungen und
Budosportarten bei uns einfließen. Die Sportler trainieren barfuß in
weißen Karateanzügen. Da das
oberste Ziel kontrollierte Arm- und Beintechniken sind, die kurz vor
dem Körper gestoppt werden müssen (Verzicht auf Trefferwirkung),
wird auch ohne entsprechende Schützer gekämpft.
Jedem Karateka steht es offen, mit welcher Intensität und persönlicher
Zielsetzung er Karate betreibt. Sei es als Breitensport zur allgemeinen
Fitness, zur reinen
Selbstverteidigung, für kurze Zeit als Wettkämpfer im
Leistungssport oder als eine Art Lebensphilosophie im Sinne des
Karate-Do. Jedoch nur mit entsprechender Geduld, Ausdauer und
Disziplin ist eine Verbesserung der Karatetechniken bis hin zur
Perfektion möglich.
Dieser
Weg (Do) ist hart, anstrengend und
muss von geistiger Disziplin
getragen werden.
„Siege über dich selbst.“
Vereinsbeitrag
|
6,- Euro / Monat für Erwachsene |
3,- Euro / Monat für Schüler, Studenten und
Auszubildende |
| Quartalsweiser Einzug vom Bankkonto. | |
| Grundbeitrag Siemens Sport SRE/GSS 50,- Euro / Jahr | |
|
Historische
Entwicklung des Karate |
Karate Do (der Weg der leeren Hand) ist eine
Kampfkunst, deren Ursprünge bis ca. 500 Jahre nach Christi Geburt
zurückreichen. Chinesische Mönche und Bauern, die keine Waffen
tragen durften, entwickelten die Grundlagen dieser Kampfkunst. Über
Handelswege wurde diese Fertigkeit auf die japanische Insel Okinawa
gebracht, wo sie sich fortentwickelte. Anfang des 20. Jahrhunderts
wurde Karate in Japan populär und von dort aus in die ganze Welt
gebracht. |
| Persönlichkeitsentwicklung |
Nicht
der Sieg über andere ist das eigentliche Ziel von Karate Do,
sondern der Sieg über die eigenen Schwächen. Die Schulung der
eigenen Persönlichkeit, der Selbstbeherrschung und Konzentration
sowie der Achtung des Trainingspartners haben oberste Priorität.
Karate ist ständiges Geben und Nehmen, der Austausch mit dem
Trainer, dem Trainingspartner und mit der ganzen Gruppe. |
|
Körperliche
und geistige Fitness |
Aufgrund
der vielseitigen Impulse für Körper und Geist ist unser Sport ein
idealer Ausgleich zum Stress und Druck des Alltags. Es werden Kraft,
Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit in hohem Maße trainiert.
Durch den Einsatz aller Körperteile stellt Karate ein ideales
Training der motorischen und koordinativen Fähigkeiten für
Menschen jeglichen Alters dar. Der Karateka erlebt seinen Körper im
Training sehr intensiv in Ruhe und Bewegung, in Spannung und
Entspannung. Von der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde Karate
deshalb 2003 zur gesundheitsfördernden Sportart erklärt. Die Uni
Regensburg bescheinigte Karate einen hohen sozialintegrativen
Effekt. |
| Selbstverteidigungsaspekt | Polizeilichen
Untersuchungen zufolge, ließen ca. 60% der Täter bei
leichter Gegenwehr und ca. 80% bei stärkerer Abwehr von
ihrem Opfer ab. Die eigene Angst zu überwinden und
selbstbewusst in bedrohlichen Situationen reagieren zu
können ist oft von entscheidendem Vorteil.
Laut Polizeistatistiken beginnen 90% aller Angriffe mit
Festhalten an Arm oder Kleidung. Drills
üben das richtige Erkennen der Situation und die
Automatisierung des richtigen Konterns ein. Im Ernstfall
reagiert man so, wie man es bereits 1000x geübt hat.
Der Trainingspartner hat die hohe Verantwortung, uns richtig
zu konditionieren, d.h. u.a. realitätsnah anzugreifen. |
| Vitalpunkte |
Leider ist die
ursprüngliche Vorstellung über die wahren Inhalte der
Katasequenzen beinahe verloren gegangen. Des Kindertrainings
wegen, weil man den Japanern nicht alles zeigen wollte und
weil die Japaner nicht alles sehen wollten,
haben z.B. Itosu und Funakoshi die offene Hand und die Fäuste,
ehemals energetisch gesehen scharfe Waffen, entschärft und
mit dem völligen Eindrehen des Arms beim Zuki zu
wenig funktionalen Werkzeugen und Techniken verwandelt. In
unseren Katas sind genug Würfe, Hebel sowie Schläge gegen
Akupunkturpunkte etc. enthalten. Man darf die Kata im Bunkai
nicht verändern. Schritte sind im Bunkai genau so wie in der
Kata auszuführen und dürfen nicht zB. rückwärts gelaufen
werden. So wird mit der geeigneten Vorstellung der richtigen
Techniken das Bunkai zur funktionierenden Selbstverteidigung
und Shotokan wird zum Nahkampf. Dennoch lässt die Kata aus
heutiger Sicht immer
mehrere Interpretationsmöglichkeien offen. Judo und Ju Jitsu,
Ninjutsu, Kung Fu und Win Zun sind im Shotokan Karate
enthalten. Früher gab es diese Trennung nicht. Auf Okinawa
wurden zur Selbstverteidigung die Techniken genommen, die zum
eigenen Körper passten und die am effektivsten waren. Eine Kata beschreibt ein komplettes Kampfsystem.
Nicht umsonst haben sich die Meister ihr halbes Leben lang
nur mit ein oder zwei Katas beschäftigt. |
| Atmung |
Über die richtige Atmung
und entsprechende Vorstellung haben wir Zugang zu sonst
nicht willentlich beeinflussbaren Vorgängen in unserem
Körper wie zB. den Blutdruck und Puls. Die
psychische Einstellung mit der man in den Kampf zieht kann
über den Ausgang desselben mit entscheiden. |
| 5 Elemente | -
Kihon
(Grundschule, exakte Ausführung der Techniken), - Kata (festgelegte Bewegungsfolgen aus Entgegennahme des Angriffs, Konter, Hebeln, Würfen und Wendungen wie beim Kampf gegen einen imaginären Gegner, SV-Sequenzen wie Youtube-Filme aneinandergereiht), - Bunkai (Kata in Anwendung, richtig ausgeführt zur Selbstverteidigung), - Kumite und Drills (Partnerübungen) und - Randori (Freikampf mit Regeln) bilden die fünf Elemente aus denen - in unterschiedlichen Anteilen - sich eine Trainingsstunde bei uns zusammensetzt. Dabei kann man sich über die Kata mit ihrem Bunkai auch das Kihon und das Kumite bis hin zum Randori erschließen, denn alle Elemente sind in der Kata vereinigt und münden letztendlich wieder in ihr. Nur mit perfekter Grundschule und Verständnis für die Techniken in der Auseinandersetzung mit einem Gegner kann die Kata überzeugend gelaufen werden. |
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